Heute nur ein Sonnenbild. Ein Foto im Weißlicht würde nichts neues ergeben. Im H-alpha-Licht sind aber viele Strukturen zu erkennen. So sieht man einige, wenn auch kleine, Protuberanzen. Auf der uns zugewandten Sonnenoberfläche sieht man einige zum Teil große Flecken. Das sind kühlere Bereiche (bis zu 1500 Grad niedriger als die Umgebung), die durch Magnetfelder hervorgerufen werden. In ihrer Nähe finden oft Eruptionen statt. Die Flecken „wandern“ aufgrund der Rotation der Sonne scheinbar über die Sonnenoberfläche. Eruptionen sieht man als Protuberanzen, wenn sie über den Sonnenrand hinaus ragen. Vor der Sonnenscheibe sieht man sie als dunkle mehr oder weniger fadenartige Gebilde. Auf dem heutigen Bild ist eine solche große Eruption (auch Fackel genannt) gut zu sehen. Sehr große Ausbrüche schleudern Sonnenmasse ins Weltall. Treffen solche auf die Erde, entstehen Polarlichter. Auch auf dem heutigen Bild erkennt man die Granulation mit helleren und dunkleren Bereichen.


