Samstag, 10. September 2016
Franz: Ein Abend im Moor

Freitag, 09.09.16: Halbmond und nicht ganz optimale Bedingungen. Aber die letzte Chance in diesem Mondzyklus, doch noch etwas vors Okular zu bekommen. Und wo? Die Objektwahl fiel natürlich (außer dem Mond selbst und dem tiefstehenden Saturn) auf den Osten und Nordosten. Im Süden und Westen verhinderte der doch schon sehr helle Mond jedwede Beobachtung. Also: Der beste Beobachtungsstandort wäre das Moor, trotz der hohen Feuchtigkeit. Gesagt, getan, kurz nach Sonnenuntergang machten wir uns auf den Weg. Aufbauen in der Dämmerung, und dann konnte es auch schon losgehen. Sternhaufen in der Cassiopeia waren das erste Ziel: M52, NGC 663 mit NGC 654. Beide hatte ich noch nicht beobachtet. Ich muss sagen, das Aufsuchen hat sich gelohnt. Auch das nächste Ziel NGC 7789 war eine sehr schöne Erstbeobachtung. Wenn man schon dort in der Nähe ist, ist ein Blick auf den Andomeda-Nebel ja fast schon eine Pflicht. M103 folgte, danach h und chi. Im 18er mit dem 31er Nagler eine Wucht! Lauter hell strahlende Diamantpunkte vor schwarzem Himmel. Zwischendurch sorgten Nebelbänke für kurze Pausen. NGC 281 stand auch auf meinem Programm. Dann gings zum Cepheus. NGC 6939 und NGC 6946 waren ebenfalls Erstbeobachtungen von mir. Noch mal ein Test für den geplanten öffentlichen Abend: M81 und M82 gleichzeitig in einem Okular. Trotz der sich verschlechternden Bedingungen waren beide sehr gut zu sehen. Philipp, der sich in der Zwischenzeit mit Fotografieren beschäftigte, meldete „Land unter“, sprich sein C8 war total zugetaut. Auch Reinhard und Ludger hatten mit dem Tau Schwierigkeiten. So beschlossen wir, abzubauen, obwohl meine “to do Liste“ noch nicht ganz abgeschlossen war. Dennoch, es hatte sich gelohnt, und wenn man die wunderbare Mooratmosphäre noch dazu nimmt, erst recht!

Mittwoch, 31. August 2016
Franz: Schmankerln am Abend

Dienstag, 30.08.16: Schon eine Zeit lang super Wetter mit zum Teil einen Himmel, von dem wir hier im Norddeutschen Flachland nur träumen können. Leider hat es bis heute noch nicht geklappt. Trotz Vorstandssitzung muss es heute sein, sonst ist laut Wetterbericht die Chance wieder vertan. Der Chef gelobte, die Sitzung im zeitlichen Rahmen zu halten. So baute ich den 14er schon vor der Sitzung auf und legte alles zurecht. Um 22.00 Uhr hieß es dann: Ende der Sitzung. Schnell umgezogen, alles auf den kleinen Wagen geladen und rüber zu Reinhard, in dessen Garten das Event stattfinden sollte. Reinhard und Philipp waren schon zugange. Also schnell Teleskop, Großfernglas und die üblichen Utensilien aufgestellt, dann ging es los. Einige aus dem Vorstand waren mitgekommen. Ihnen zeigte ich am Anfang Albireo und natürlich das „Paradepferd“ M13. Weiter ging es mit M71 im Pfeil und rüber zum Hantelnebel. Schon lange hatte ich M57 nicht mehr im Visier. Also schnell ein Schwenk hinüber. M15, H und Chi, M52 folgten. Andromedanebel mit Begleitgalaxien bewunderte ich in den Geräten der Mitstreiter (bei mir war natürlich ein Baum davor). Die Zeit verging viel zu schnell. Um 23.30 begannen die Kollegen von Abbau zu reden, immerhin war der folgende Tag ja ein Arbeitstag. Also beendeten wir den Abend. Schön, wieder einmal durchs Rohr zu schauen und das bei prächtigem Himmel. Hoffentlich ist es ein guter Auftakt für eine richtig gute Saison.

Samstag, 9. Januar 2016
Franz: Planetenrendevous

Samstag, 9.01.16: Ein Stelldichein von Venus und Saturn am Morgenhimmel! So war es in allen möglichen astronomischen Vorhersagen zu lesen. Da die Wetterprognose nicht ganz schlecht war, baute ich den 14-er schon mal am Abend auf und bereitete alles soweit vor. Um 4.30 Uhr in der Frühe wachte ich auf, bei alten Männern kommt das schon mal vor. Ein Blick aus dem Fenster: Sternenhimmel. Also schnell anziehen und alles raus auf die Terrasse (trotz Eis und Schnee), obwohl noch sehr viel Zeit war, man könnte ja in der Zwischenzeit auf andere Objekte halten. Gesagt, getan! Und was für ein Himmel!!! Der kleine Wagen vollständig zu sehen, sowas haben wir bei uns hier selten. Zunächst Jupiter mit seinen Monden. Sehr schönes Bild! Da er so schön beim Löwen stand, bot sich das Leo-Triplett an. Schnell gefunden bot es im 22-er LVW mit allen drei Galaxien ein wunderschönes Bild. Dann geht doch noch mehr! M 105 war im Bild. Auch NGC 3193 war klar zu erkennen. Ein Blick zum Himmel mit unbewaffnetem Auge, die Jagdhunde stehen fast im Zenit. Also schnell erst zu M 51: Wouhw, so habe ich die Doppelgalaxie noch nicht mal im 18-er gesehen. Klar die Kerne und auch die Verbindung dazwischen, schön spiralig! In den Jagdhunden dann erst NGC 4490, danach M 94. So „strahlend“ hab ich das Ding noch nie gesehen. Arctur stand so schön, da konnte ich nicht widerstehen, M 3 aufzusuchen. Ein wunderbarer Anblick. Ein Schwenk zur Jungfrau, zwei Galaxien gesehen, welche weiß ich nicht. Die aufkommenden Wolken machten jeden Identitätsversuch zunichte. Und das Planetenrendevous? Mittlerweile war es 6.30 Uhr. Gerade zeigte sich im Osten in einer kleinen Lücke ein Lichtstrahl. Das Fernglas bestätigte: Venus und Saturn. Aber keine Chance mit dem Dobson draufzuhalten. Aber immerhin, im Fernglas gesehen! Insgesamt ein wundervoller Morgen ...

Sonntag, 23. März 2014
Franz: Bei der großen Katze

Freitag Irischer Abend! Die „Nachbereitung“ dauerte bis in den Samstag, 2.00 Uhr. Samstag um 6.30 Uhr war die Nacht vorbei. Meine beste Ehefrau musste zu einer Fortbildung. Samstag Abend Akkordeonkonzert mit Sohnemann. Um 22.45 Uhr kam ich nach Hause. Und, wie kann es anders sein?: Sternenhimmel ca 4,9 – 5 mag. Für unsere Verhältnisse also recht gut. Es folgte ein harter Kampf – Schauen oder Bett. Nach kurzer Zeit siegte das „astronomische Gewissen“ (hört sich besser an als Sucht) über die Vernunft, obwohl ich am nächsten Tag nach Braunschweig muss. Bleibt die Frage, welches Gerät. Nun, der neue 14er schrie am lautesten und des Kämpfens müde gab ich ihm nach. Also aufgebaut und los ging's. Ein Besuch bei der großen Katze (Löwe) war angesagt. Das Leo Triplett (M 65, M 66 und NGC 3628) war schnell gefunden und sehr schön zu sehen. Weiter ging es mit M 95, M 96 und M 105. Zwischendurch noch ein Schwenk zu Jupiter und dann zum Mars. Wie wäre es mit Hickson 44? Ich hatte die Gruppe schon einmal wunderschön im 18er gesehen. Gesagt getan. Schnell war sie gefunden. Zwei Komponenten konnte ich sehr schön ausmachen: NGC 3193 und NGC 3185. Der Rest ging in der allgemeinen „Hintergrundstrahlung“ unter. Dennoch, es war ein schöner Erfolg. Der Virgo-Haufen war hinter der Eberesche. Also ein Wechsel zu M 51. Schön zu sehen! Und da kamen auch schon die ersten Wölkchen. Ende der Vorstellung! 15 Minuten später war ich im Bett und jetzt geht es los nach Braunschweig...

Mittwoch, 5. Februar 2014
Franz: Supernova im großen Wagen

Da hat man schon seit Monaten (oder sind es schon Jahre?) Entzugserscheinungen, weil immer dann, wenn man Zeit hat, diesiges Wetter oder Wolken astronomische Beobachtungen unmöglich machen. Und dabei geistern Berichte über eine Supernova durchs Netz. Es ist zum ... . So auch gestern: Da scheint es mal klar zu werden und dann ruft die Vorstandssitzung! Auf dem Nachhauseweg scheint der Himmel schon wieder diesig. Aber als ich gegen 22.30 Uhr zu Hause anlangte, war es plötzlich wieder klarer. Der kleine Wagen war zu erkennen, also gute Voraussetzungen. Schnell den 8-Zöller auf die Terrasse gestellt (für den 18er mit seiner längeren Aufbauzeit und Auskühlzeit reicht es nicht mehr) und los gings: Und tatsächlich, M82 war schnell gefunden und darin ganz klar, hell und deutlich die Supernova! Ein Klassebild: Im 22er LVW M81 und M82 zugleich im Bild und dazu die helle Supernova in M82! Einfach toll!!! Bei stärkerer Vergrößerung (92fach) ist die Supernova im der Galaxie noch eindrucksvoller. Dabei ist sie doch 11,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Noch ein Schwenk zum Jupiter: Schön, der Planet mit den Wolkenbändern schön zu sehen und jeweils zwei der Monde links und rechts davon gemeinsam im Okular. Zum Abschluss das Paradeobjekt des Winters, der Orionnebel. Immer wieder ist er beeindruckend. So auch gestern. Wunderschöne Strukturen, der Dunkelnebel mit dem Trapez im Sternentstehungsgebiet, einfach ein Genuss, das zu beobachten. Nun, die Zeit verging, schnell abgebaut und ins Bett. Aber es war ein kurzes Highlight nach langer astronomischer Abstinenz.

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